Der Bericht von 2025 vom SSM-Wissenschaftsrat bewertet Studien zu elektromagnetischen Feldern (EMF) aus 2024. Es wurden keine kausalen Zusammenhänge zwischen EMF-Exposition und Gesundheitsrisiken festgestellt. Die Forschung zu Langzeitwirkungen und neuen Frequenzbereichen wie 5G wird weiterhin als notwendig erachtet.
Der zwanzigste Bericht des Wissenschaftlichen Rats für elektromagnetische Felder der Schwedischen Strahlenschutzbehörde (SSM) aus dem Jahr 2025 bietet eine umfassende Übersicht über Forschungsergebnisse zu elektromagnetischen Feldern (EMF) und Gesundheitsrisiken, die im Jahr 2024 veröffentlicht wurden. Der Rat überwacht potenzielle Gesundheitsrisiken durch EMF-Exposition und berät die Behörde bei Risikobewertungen und politischen Entscheidungen. Der Bericht behandelt statische, niederfrequente, mittelfrequente und hochfrequente elektromagnetische Felder und umfasst biologische, human- und epidemiologische Studien. Es wurden keine neuen kausalen Zusammenhänge zwischen EMF-Exposition und Gesundheitsrisiken festgestellt. Die epidemiologisch beobachtete Assoziation zwischen extrem niederfrequenten Magnetfeldern (ELF-MF) und kindlichem Leukämierisiko bleibt ungeklärt. Forschung zu Gehirntumoren und Mobiltelefonnutzung bestätigt überwiegend das Fehlen eines erhöhten Risikos, während das potenzielle Risiko für die Schilddrüse infolge der Mobiltelefonexposition bisher unzureichend untersucht ist. Tierversuche berichten unter bestimmten Bedingungen über Effekte durch HF-EMF-Exposition, darunter oxidativen Stress, der auch unterhalb der geltenden Referenzwerte beobachtet wurde. Oxidativer Stress ist ein natürlicher biologischer Prozess, dessen Bedeutung für die menschliche Gesundheit in Zusammenhang mit schwacher Funkwellenbelastung noch erforscht werden muss. Der Bericht bestätigt die Beibehaltung der bestehenden Referenzwerte und das Vorsorgeprinzip gemäß dem schwedischen Umweltgesetz, einschließlich der Empfehlung zur Freisprechfunktion bei Mobiltelefonaten und Begrenzung der ELF-MF-Exposition in der Nähe von Hochspannungsleitungen aufgrund des erhöhten Leukämierisikos bei Kindern. Die Notwendigkeit weiterer Forschung wird betont, insbesondere zu Langzeiteffekten, den Mechanismen des oxidativen Stresses und epidemiologischen Untersuchungen zu neuen Frequenzbereichen wie 5G (z. B. 26-GHz-Band). Zudem werden Studien zur induktiven drahtlosen Energieübertragung im mittelfrequenten Bereich (300 Hz–10 MHz) gefordert, da diese vergleichsweise starke lokale Felder erzeugt und bislang wenig untersucht ist. Obwohl erste Studien im mittelfrequenten Bereich keine gesundheitlichen Effekte unterhalb der Referenzwerte zeigten, bestehen weiterhin Forschungsdefizite. Insgesamt unterstreicht der Bericht die Bedeutung kontinuierlicher, sorgfältiger Forschung, um offene Fragen zu EMF und Gesundheit in einem schnell fortschreitenden technologischen Umfeld zu klären.