Aktualisiert am 23.06.2026
Das EMF-Portal bietet eine Übersicht über elektromagnetische Felder verschiedener Frequenzbereiche, ihren Wahrnehmungen, Wirkungen auf Mensch und Umwelt sowie deren biologische Mechanismen. Es unterscheidet statische, niederfrequente, Zwischenfrequenz- und hochfrequente Felder und deren spezifische Wirkungen.
Das elektromagnetische Spektrum umfasst verschiedene Frequenzbereiche, die sich deutlich in Wahrnehmbarkeit und biologischen Wirkungen unterscheiden. Menschen erkennen elektrische Felder indirekt, etwa durch statische Entladungen beim Ausziehen eines Pullovers. Magnetfelder werden spürbar durch Kräfte von Permanent- oder Elektromagneten. Elektromagnetische Felder können auch thermische Effekte erzeugen, wie die Erwärmung von Nahrung in Mikrowellenöfen. Das Eindringen der Felder in biologisches Gewebe sowie deren Wirkungen hängen von Frequenz, Feldstärke, Reflexions- und Absorptionsverhalten des Gewebes, Resonanzphänomenen sowie Erdung ab. Die biologischen Wirkmechanismen variieren je nach Frequenzbereich. Direkte Wirkungen umfassen beispielsweise Nervenreizungen oder Gewebeerwärmung, indirekte Wirkungen beinhalten etwa die Beeinflussung elektronischer Implantate oder statische Entladungen. Im EMF-Portal werden vier Frequenzbereiche differenziert: statische Felder (0 Hz), niederfrequente Felder (0,1 Hz bis 1 kHz), Felder im Zwischenfrequenzbereich (1 kHz bis 10 MHz) und hochfrequente Felder (10 MHz bis 300 GHz). Statische elektrische Felder bewirken Ladungsverschiebungen und können zu spürbaren Effekten wie Haarbewegungen oder Funkenentladungen führen. Statische Magnetfelder können mit im Körper bewegten Ladungen interagieren und ab ca. 0,5 mT elektronische sowie metallische Implantate beeinflussen, wobei in der Magnetresonanztomographie deutlich höhere Feldstärken bis etwa 10 T genutzt werden. Niederfrequente Felder erzeugen induzierte elektrische Felder und Ströme, die reizende Effekte auf erregbare Zellen (zum Beispiel Nerven und Muskeln) verursachen können und elektronische Implantate beeinflussen. Im Zwischenfrequenzbereich kombinieren sich nieder- und hochfrequente Wirkungen; mit steigender Frequenz nimmt die Wärmewirkung zu. Hochfrequente Felder führen vor allem durch Anregung der Molekularbewegung und elektrischer Ladungen zu thermischer Wirkung, die als Reibungswärme wahrnehmbar ist. Diese differenzierte Einteilung ermöglicht ein besseres Verständnis der vielfältigen biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder.