Das elektromagnetische Feld besteht aus elektrischen und magnetischen Komponenten, die im Niederfrequenzbereich getrennt betrachtet werden. Ab etwa 30 kHz gelten sie als gekoppelt. Hochfrequente Felder, ab 30 kHz, können sich von Quellen lösen und den Raum mit Lichtgeschwindigkeit durchqueren, etwa bei Mobilfunk und Radio. Die Energieübertragung wird durch Leistungsflussdichte und spezifische Absorptionsrate (SAR) quantifiziert.
Elektromagnetische Felder bestehen aus elektrischen und magnetischen Komponenten, die im Niederfrequenzbereich getrennt betrachtet werden. Mit steigender Frequenz verschmelzen diese Komponenten zunehmend und werden als einheitliches elektromagnetisches Feld betrachtet. Ab etwa 30 kHz Frequenz können sich elektromagnetische Felder von ihrer Quelle, wie etwa einer Antenne, ablösen und sich mit Lichtgeschwindigkeit (ca. 300.000 km/s) über größere Entfernungen ausbreiten. Diese Eigenschaft wird technisch für die Übertragung von Informationen in Anwendungen wie Rundfunk, Fernsehen, Mobilfunk und drahtloser Datenübertragung genutzt. Die Leistungsflussdichte S eines solchen Feldes beschreibt die Energiemenge pro Fläche (Watt pro Quadratmeter, W/m2), welche sich aus den elektrischen und magnetischen Feldanteilen zusammensetzt. Die Feldstärke nimmt mit wachsender Entfernung von der Quelle ab. Um die von biologischem Gewebe in einem Frequenzbereich von etwa 100 kHz bis 10 GHz aufgenommene und hauptsächlich in Wärme umgewandelte Energiemenge zu quantifizieren, wird die spezifische Absorptionsrate (SAR) verwendet. Sie wird in Watt pro Kilogramm Gewebe (W/kg) gemessen und über einen Zeitraum von 6 Minuten mittelt, um ein thermisches Gleichgewicht zwischen Energieeintrag und Wärmeverteilung im Gewebe herzustellen. Durch Mittelung der SAR über unterschiedliche Körpermassen können Expositionen für den gesamten Körper oder einzelne Körperbereiche, beispielsweise das Auge, unterschieden werden. Diese wissenschaftliche Methodik ist grundlegend für die Bewertung elektromagnetischer Feldexposition und deren potenzielle biologische Wirkungen.