Aktualisiert am 23.06.2026
Die Strahlenschutzkommission (SSK) berät das Bundesministerium für Umwelt beim Schutz vor ionisierender und nichtionisierender Strahlung. Sie gibt wissenschaftliche Empfehlungen, fördert Nachwuchswissenschaftler, und entwickelt Standards sowie Strategien für radiologischen Schutz und Notfallsituationen.
Die Strahlenschutzkommission (SSK) ist ein beratendes Gremium des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUKN). Sie berät in allen Belangen des Schutzes vor ionisierender und nichtionisierender Strahlung. Der Auftrag der SSK umfasst ein breites Spektrum an Strahlenschutzthemen, darunter Strahlenrisiko, radiologischer Notfallschutz, strahlenschutzrechtliche Aspekte in der Medizin, Radioökologie, Strahlenschutztechnik sowie Schutz vor nichtionisierender Strahlung. Die Kommission setzt sich aus verschiedenen Fachausschüssen und Arbeitsgruppen zusammen, in denen Wissenschaftlerinnen und Praktiker verschiedener Fachrichtungen zusammenarbeiten. Die Beteiligung junger Wissenschaftlerinnen und Praktiker ist der SSK besonders wichtig, um den Strahlenschutz an den fortschreitenden Stand von Wissenschaft und Technik anzupassen und die Fachkompetenz weiterhin zu sichern und auszubauen. Junge Expertinnen und Experten können ehrenamtlich an SSK-Veröffentlichungen mitwirken und an Klausurtagungen teilnehmen, wodurch sie Einblicke in die wissenschaftliche Politikberatung erhalten. Die SSK veröffentlicht regelmäßig fachliche Empfehlungen, Stellungnahmen und Jahresberichte, etwa zu elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks, radiologischen Risiken in aquatischen Systemen oder Orientierungswerten zur Patientenexposition bei Röntgendiagnostik. Ein Glossar hilft bei der Definition und Erläuterung fachlicher Begriffe zum Strahlenschutz. Zudem unterstützt die SSK Studierendenprojekte und organisiert Jubiläumsaktivitäten, wie zum 50-jährigen Bestehen, und fördert damit die Weiterentwicklung und Verbreitung strahlenschutzrelevanten Wissens innerhalb der Wissenschaft und der Politikberatung in Deutschland.