Aktualisiert am 23.06.2026
Elektromagnetische Felder (EMF) aller Frequenzen sind häufige Umwelteinflüsse, die mit dem technologischen Fortschritt zunehmen. Alle Bevölkerungsgruppen sind verschiedenen EMF-Expositionen ausgesetzt. Die WHO bewertet potenzielle Gesundheitsrisiken und entwickelt internationale Sicherheitsstandards durch Forschung und Risikomanagement.
Elektromagnetische Felder (EMF) umfassen ein breites Frequenzspektrum und stellen eine der häufigsten und am schnellsten wachsenden Umweltbelastungen weltweit dar, was zu breiten öffentlichen Sorgen und Spekulationen über mögliche gesundheitliche Auswirkungen geführt hat. EMF sind eine Form elektromagnetischer Strahlung, die seit Anbeginn des Universums existiert; sichtbares Licht ist ein vertrautes Beispiel. Das elektromagnetische Spektrum erstreckt sich von statischen elektrischen und magnetischen Feldern, Radiowellen, Infrarotstrahlung bis hin zu Röntgenstrahlung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gründete 1996 das Internationale EMF-Projekt, um wissenschaftliche Erkenntnisse zu den gesundheitlichen Auswirkungen von EMF-Belastungen im Frequenzbereich von 0 bis 300 GHz zu bewerten. Dieses Projekt koordiniert internationale Anstrengungen zur Bewertung gesundheitlicher Risiken, Identifikation von Forschungslücken und Entwicklung global akzeptierter Expositionsgrenzwerte. Es unterstützt gezielte Forschungsprogramme und integriert Ergebnisse in WHO-Umweltgesundheitskriterien-Monographien, die formale Risikoabschätzungen liefern. Zudem berät die WHO Behörden, Beschäftigte und die Öffentlichkeit bezüglich des Managements von EMF-Risiken und Schutzmaßnahmen. Die EMF-Belastung wird mit dem Fortschritt der Technologie voraussichtlich weiter steigen. Die Rolle der WHO umfasst die Reaktion auf öffentliche Bedenken, die Überwachung wissenschaftlicher Entwicklungen, die Förderung der Forschung und die Beratung zu sicheren Expositionsgrenzwerten zum Schutz der Gesundheit weltweit.